Kurt Demmler (*
12. September
1943 in
Posen als Kurt Abramowitsch †
3. Februar
2009 in
Berlin) war ein deutscher
Liedermacher und
Texter vieler
DDR-Rockbands.
Als Sohn eines Ärzteehepaars wuchs er in Cottbus auf und wohnte ab 1956 in Klingenthal. Demmler absolvierte von 1962 bis 1963 ein Praktikum als Hilfskrankenpfleger im Krankenhaus Schöneck und studierte von 1964 bis 1969 Medizin an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Im Jahre 1969 erhielt er seine Approbation als Arzt und arbeitete bis 1976 in einer Leipziger Poliklinik. Danach war er freischaffender Künstler.
Demmler trat 1965 mit ersten eigenen Liedern auf.
Zeitweilig durfte er keine öffentlichen Konzerte mehr geben.
Teilweise waren seine Auftritte auf das
Louis-Fürnberg-Ensemble der Universität Leipzig beschränkt. 1967
wurde Demmler Mitglied im
Oktoberklub, danach in einem
Leipziger Singeklub.
1971 erschien seine erste LP Kurt Demmler – Lieder, der
weitere folgten. 1976 gehörte er zu den Mitunterzeichnern der
Protestresolution gegen die Ausbürgerung
Wolf Biermanns aus der DDR. Der
1983 entstandene Zyklus Die Lieder des kleinen Prinzen nach
Saint-Exupérys
Der kleine Prinz erschien 1985 als
LP. 1985 erhielt er den
Nationalpreis der DDR.
In den 1970er- und 1980er-Jahren war er einer der
erfolgreichsten Songtexter der DDR und schrieb für fast alle
bekannten Musiker und Bands, aber auch für einige westdeutsche und
nichtdeutsche Künstler (Auflistung siehe
unten). Insgesamt schrieb Demmler
mehr als 10.000 Liedtexte.
Demmler gehörte zu den Mitunterzeichnern der Resolution der
Rockmusiker und Liedermacher für Demokratisierung und Medienfreiheit
in der DDR vom 18. September 1989 und trat bei der
Großdemonstration in Ost-Berlin am
4. November 1989 auf, wo er eine Rede hielt und mit seiner Gitarre
das Lied Irgendeiner ist immer dabei präsentierte – eine ironische
Attacke auf die allgegenwärtige Überwachung durch
Stasi-Spitzel.
Im nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik neu
geordneten Musikgeschäft hatte Demmler weniger Erfolg. Auch seine
Ende der 1990er Jahre aufgebaute Mädchenband Zungenkuss (u. a. mit
Anna Fischer) war nur kurzlebig.
Der Lebensweg ändert seine Marschrichtung
2002 wurde Kurt Demmler erstmalig wegen
sexuellen Missbrauchs von Kindern
strafrechtlich angeklagt und
mittels
Strafbefehls
rechtskräftig verurteilt.
Am 4. August 2008 kam Demmler erneut wegen Verdachts des
sexuellen Missbrauchs von Kindern in
Untersuchungshaft. Im November 2008
erhob die Berliner Staatsanwaltschaft
Anklage. Dem Musiker wurde
vorgeworfen, zwischen August 1995 und November 1999 insgesamt sechs
Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Insgesamt legte ihm die
Staatsanwaltschaft 212 Einzelfälle zur Last. Demmler bestritt die
Vorwürfe. Die Hauptverhandlung gegen Demmler begann am 22. Januar
2009 vor dem Berliner Landgericht. Dort äußerte sich der Angeklagte
nicht zu den Vorwürfen. Im Rahmen der Ermittlungen meldeten sich
auch mutmaßliche Opfer Demmlers aus den 1980er Jahren. Die
Ermittlungen zu diesen Fällen wurden jedoch wegen
Verjährung eingestellt.
Am frühen Morgen des 3. Februar 2009 wurde Demmler erhängt
in seiner Zelle in der
Untersuchungshaftanstalt Moabit
aufgefunden. Der vermutliche
Suizid erfolgte in der Nacht vor
dem zweiten Verhandlungstag. Demmler hinterließ seine Frau und zwei
erwachsene Kinder.
Quelle: wikipedia.de
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Meine Tochter wurde von Kurt Demmler
missbraucht Von HARTMUT
KASCHA und PETER ROSSBERG
12.08.2008 Der
Vorwurf: Der Musiker soll mehrere Mädchen sexuell
missbraucht haben. Liselotte G.
(19, Friseur-Azubi, Name geändert) war elf Jahre alt, als
sie im März 2000 auf den DDR-Nationalpreisträger (schrieb
„Du hast den Farbfilm vergessen“ für Nina Hagen) traf.
„Meine Freundin Marie erfuhr, dass er eine Mädchenband
gründen wollte“, sagt sie. „Wir sollten vorsingen.“ Die
Kinder klingelten an Demmlers Dachgeschoss-Stadtwohnung in
der Rykestraße (Prenzlauer Berg), waren allein mit ihm. Liselotte weiter: „Es war sehr
unaufgeräumt. Herr Demmler trug eine graue Jogginghose, war
freundlich. Als ich zu singen anfing, sagte er sinngemäß,
dass er mein Zwerchfell abtasten müsse. Er fasste mir an
meine Unterhose!“ Anschließend, so Liselotte, habe
er das Rhythmusgefühl der Mädchen testen wollen: „Wir
tanzten ihm vor. Er sagte, dass wir unsere Kleidung
ausziehen sollten. Er könne so nicht richtig unser
Rhythmusgefühl erkennen...“ Die Mädchen erhielten T-Shirts,
die knapp über den Po reichten, tanzten wieder vor. Doch der
Liedermacher wollte angeblich weitere Tests machen.
Liselotte: „Er legte sich auf eine Couch. Wir mussten uns
mit den T-Shirts auf ihn setzen und uns im Takt der Musik
bewegen.“ Ihre Mutter Simone (42,
Schneiderin) erfuhr nichts davon, sagt: „Einige Tage später
war auch meine ältere Tochter bei Herrn Demmler. Jaqueline,
damals 16 Jahre alt.“ SIE erzählte zu Hause von den
Vorfällen. Jetzt sagte Jaqueline zu BILD: „Herr Demmler hat
mich gefragt, ob ich schon Sex habe und was ich von
Gruppensex halte. Ob ich mir vorstellen könne, mich für den
Playboy auszuziehen. Er bot mir an, dass ich bei ihm auch
nackig rumlaufen könne. Das sei ganz normal. Von den fünf
Stunden, die ich bei ihm war, sprachen wir viereinhalb über
Sex. Musik spielte kaum eine Rolle.“ Auch ihre jüngere Schwester
erzählte zu Hause endlich alles, ebenso deren Freundin
Marie. Beide Mütter zeigten den Liedermacher an.
Im Mai 2008 gab es eine neue
Anzeige gegen Kurt Demmler wegen des gleichen Delikts. Die
Kripo ermittelte. Ein Sprecher: „Da Herr Demmler zu den
Vorwürfen schweigt, kam er wegen Verdunklungsgefahr in
U-Haft.“ Quelle: bild.de
Demmler
bleibt in Haft! 08.08.2008 Der tiefe
Fall des DDR-Liedermachers Kurt Demmler (64). Wie BILD
berichtete, wurde der Rockpoet festgenommen. Jetzt ist klar:
Demmler muss weiter in Haft bleiben. Beamte des Landeskriminalamtes
(LKA) nahmen den Mann am Dienstag in seinem Haus in Storkow
(Oder-Spree) fest. Hintergrund: Es laufen mehrere
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des sexuellen
Missbrauchs von Kindern gegen Demmler. Die Justiz bestätigte
gestern, dass der Liedermacher weiter in Haft bleiben muss –
wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Detlef
Seidel (55), Manager der Band Stern-Combo Meissen zu BILD:
„Eigentlich wollten wir zu seinem Geburtstag im September
noch neue Songs aufnehmen. Doch solange die Vorwürfe im Raum
stehen, nehmen wir davon Abstand.“ Quelle: bild.de Kurt Demmler mit neuen widerlichen
Details
Erpresste er die Kinder nach dem Sex?22.01.2009 Von KARIN
HENDRICH
Die
Anklage gegen den DDR-Liedermacher ist sechs Seiten lang.
Als der Staatsanwalt sie gestern im Landgericht Moabit
verlas, ging ein Raunen durch den Saal. Sechs Seiten voller
abscheulicher, widerlicher Taten, derer Kurt Demmler (65)
angeklagt ist. Sechs Mädchen soll der einst
erfolgreiche Rocktexter (Karat, Nina Hagen, Puhdys) zwischen
1995 und 1999 missbraucht haben. Sie waren gerade mal 10 bis
14 Jahre, als er sie in seine damalige Wohnung in Prenzlauer
Berg und in seine Villa in Storkow (Brandenburg) gelockt
haben soll. Angeblich, um sie für eine Mädchenband zu casten. Mehr als 200 dieser
scheußlichen Taten werden ihm vorgeworfen. Auszüge aus der
Anklage: Er lag auf seinem Bett, Lara*
musste sich auf ihn setzen, sich hin und her bewegen bis zum
Samenerguss. Svenja* musste ihn mit der Hand befriedigen.
Thea* musste sein Glied in den Mund nehmen. In Simone* drang
er mit dem Finger ein. Mehrfach zwang er die Mädchen zum
Gruppen-Sex.Der Musikstar sagte dazu nur eines: „Ich möchte
Sie bitten, lauter zu sprechen. Ich bin schwerhörig.“
Aussagen wollte er jedoch nicht. Seine Anwältin ließ er
erklären: „Im Moment wird Herr Demmler keine Angaben
machen.“ Er bestreitet bisher die Vorwürfe. Darum müssen in
den nächsten Tagen alle seine mutmaßlichen Opfer aussagen.
Eine Qual vor allem für Lara, die er allein 180-mal
missbraucht haben soll – und ganz mies erpresst! Ihre
Anwältin: „Er hat meiner Mandantin mit Selbstmord gedroht,
falls sie aussagt. Falls sie nicht aussagt, versprach er,
sie in seinem
Testament zu bedenken.“ Die Anwältin hat
beantragt, dass Lara nicht im Beisein des Angeklagten
aussagen muss. Sie leidet unter schweren Depressionen. Die
Ermittlungen gegen Demmler waren ins Rollen gekommen,
nachdem im April 2007 ein Mädchen Anzeige erstattet hatte.
Bis Mai 2008 meldeten sich weitere fünf mutmaßliche Opfer.
Seit August 2008 sitzt der Musikstar nun in U-Haft. Quelle: bild.de Jeder Mensch kann jeden
lieben Text: Kurt Demmler
Jeder Mensch kann
jeden lieben, |
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wenige nur wählt
er aus. |
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Warum den und
nicht den andern, |
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was hat jener dem
voraus. |
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Warum zeigen unsre
Augen |
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nur so selten
diesen Glanz, |
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zittern wir vor
der Berührung |
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finden wir den
andern ganz. |
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Sind es unbekannte
Sender, |
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die da strahlen
und verstehn. |
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Warum jener nur
von diesen, |
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was macht den vor
andern schön . |
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Gibt es ganz
bestimmte Tage, |
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wo man `n ersten
Besten nimmt, |
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warum dann und nur
den Ersten |
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und wann ist man
so gestimmt. |
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Jeder böse Mensch
kann gut sein, |
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jeder gute Mensch
auch schlecht. |
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Warum weiß man wen
man möchte, |
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ist uns der vor
Andern recht. |
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Der Liedermacher

Kurt Demmler

Kurt Demmler aus frühen Tagen

Strafanstalt "Moabit"Hier hat sich Kurt Demmler das Leben genommen.

Kurt Demmler gibt sich nicht zu erkennen.

Kurt Demmler bei der Verhandlung


Kurt Demmler bei einer Demo

Kurt Demmler der Poet, oder..?

Was seinen Fans bleibt ?